Worauf sollte man beim Bootskauf achten?

07
Jun
Bootskauf

Finden Sie hier unsere 5 Top Tipps, die es beim Bootskauf, bzw. Yachtkauf zu beachten gibt.

Das Thema Boot bzw. Bootssport ist für viele Menschen und Bootsliebhaber, eine gute Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen und auf dem Wasser mal die Seele baumeln zu lassen. 

Sie sind also auf der Suche nach einem Gebrauchtboot oder Gebrauchtyacht? Oder haben Sie vielleicht ihr Traumboot bereits gefunden, und der professionelle und erfahrene Händler hat ihnen den Wunsch nach einer Yacht so richtig schmackhaft gemacht?

Trotz aller Vorfreude sollten Sie jedoch einen klaren Kopf bewahren und die folgenden Punkte unter Berücksichtigung nehmen. Leider erzählte man uns immer wieder, dass der Traum vom Traumschiff nach Unterzeichnung des Kaufvertrages und Zahlung des Kaufpreises kurze Zeit später wieder platzte.

Damit dieses wunderschöne Hobby jedoch nicht zum finanziellen Albtraum wird, sollten Sie bereits beim Bootskauf, egal um welche Art von Boot oder Yacht es sich handelt, einige wichtige Punkte beachten. 

In diesem Artikel wollen wir die langjährige Erfahrung einiger unserer Kunden mit Ihnen teilen und aufzeigen, welche Probleme uns rund um den Yachtkauf häufig über den Weg laufen und wie man diese Herausforderungen bestmöglich aus dem Wege räumen kann.

Bootskauf

Augen auf beim Bootskauf und achten Sie auf alle Dokumente.

Insbesondere der Kaufvertrag ist bei einem Bootskauf von Wichtigkeit. Bei der Übergabe der Kaufsache übergibt der Verkäufer dem Käufer die zum Schiff gehörenden Papiere, Betriebsanleitungen, Wartungsbücher, etc, soweit vorhanden. 

Doch welche Dokumente werden beim Bootskauf benötigt und sollten Ihnen übergeben werden? 

Grundsätzlich gibt es einige Eckpunkte, die im Umgang mit Dokumenten wichtig sind:

  • Welches ist das Herkunftsland des Bootes?
  • Wo war die Erstzulassung des Bootes?
  • Welche Relevanz haben die verschiedenen Dokumente im jeweiligen Land?
  • Welche Auswirkungen hat dies z.B. für eine Registrierung in Deutschland?

Lassen Sie die Dokumente, die Vertragsbestandteil werden sollen, zuvor immer sorgfältig prüfen. Denn bereits eine falsch überlegte Unterschrift kann unter Umständen sämtliche Gewährleistungsrechte ausschließen.

Folgende Dokumente sollte Ihnen der Händler bei einem Bootskauf übergeben:

  1. EU-Konformitätserklärung (CE)

Eine EU-Konformitätserklärung ist ein zwingend notwendiges Dokument, das entweder Sie als Hersteller oder Ihr bevollmächtigter Vertreter unterschreiben müssen, und mit dem Sie erklären, dass Ihre Produkte den EU-Anforderungen entsprechen.

Quelle: Europa.eu

  1. Mehrwertsteuer-Nachweis / Einfuhrumsatzsteuer-Nachweis

Bei der Entrichtung der Umsatzsteuer erhielt der Eigner das Einheitspapier als Nachweis. Das heisst, dass Sie anhand von geeigneten Unterlagen, wie z.B. Rechnungen usw. Nachweisen können, dass ihr Boot bereits vor dem Stichtag in Betrieb genommen wurde und in der EU stationiert war, und somit steuerfrei bleibt.

  1. Handbuch für das Boot / Handbuch für Schiffsführer

Enthält alle Standard-Spezifikationen zu dem Boot.

Desweiteren gibt es noch folgende Dokumente, die Ihnen vorliegen sollten:

  • Originalrechnung der Werft
  • Schiffsmessbrief
  • Registerauszug
  • Bill of Sale
  • Übergabeprotokolle
  • Wartungsnachweise für die Antriebe
  • Nachweis der bisherigen Versicherung über die Schadenfreiheit
  • Logbücher
  • Builders Certificate
  • Internationaler Bootsschein des Vorbesitzers
  • Hull Identification Number

Wie man sich auf den Yachtkauf vorbereiten sollte:

Auch wenn Sie sich mit Booten und Yachten ein wenig auskennen, so raten wir dennoch zu einer ausführlichen Besichtigung mit anschließender Probefahrt an. Je nachdem wie wertvoll das Boot oder die Yacht sein wird, geht es in den meisten Fällen um eine größere Investition.

Wir empfehlen immer einen Gutachter oder Sachverständigen beim Yachtkauf hinzuzuziehen. Dieser hilft Ihnen dabei festzustellen, welche Dinge genau zu beachten sind und kann den Zustand des Bootes deutlich besser einschätzen als der Laie.

Wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass das Boot an einem Mangel leidet, den Sie vor Übergabe des Bootes schon hätten kennen können, dann wird es schwierig, den Verkäufer hierfür in die Haftung zu nehmen. 

Dabei ist vor allem auf die Vollständigkeit der Angaben zum Boot selbst zu achten, also z. B. Motorfunktion, Elektrik und Inneneinrichtung. Liegen Mängel an dem Gebrauchtboot vor, sollten diese unbedingt im Vertrag festgehalten werden.

Auch bei Yachten und Booten, die bereits  im Wasser liegen, kann es eventuell sinnvoll sein, das Boot heraus zu holen und das Unterwasserschiff ausführlich zu überprüfen. 

Zur Erkennung von Osmoseschäden sollte eine Sichtprüfung des Rumpfes, sowie eine Feuchtigkeitsmessung mit einem speziellen Gerät durchgeführt werden. Dazu muss das Boot aus dem Wasser geholt werden und der Rumpf muss mehrere Tage trocknen, bevor die Prüfung durchgeführt werden kann. 

Worauf ist beim Kaufvertrag einer Yacht zu achten?

Der Kaufvertrag über das Boot oder die Yacht sollte möglichst detailliert sämtliche Eigenschaften aufzählen, die von Wichtigkeit sind. Achten Sie auf eine genaue Beschreibung des Zustands der Kaufsache im Zeitpunkt der Übergabe. 

Verweisen Sie deshalb immer auf ein Gutachten eines von Ihnen bestellten Sachverständigen. Wenn sich herausstellen sollte, dass eine entsprechende Eigenschaft fehlt, wird man sich zunächst auf die vertraglich vereinbarte Beschaffenheit berufen und erst anschließend auf die Eignung zur vertraglich vorausgesetzten Verwendung. 

Was ist bei der Übergabe eines Bootes zu beachten?

Jeder erfahrener Skipper schenkt der Übernahme der Yacht die gebührende Aufmerksamkeit und ausreichend Zeit. Gehen Sie deshalb bei der Übernahme der Yacht mit der gebührenden Sorgfalt vor und nehmen Sie sich ausreichend Zeit. Unterzeichnen Sie nie ein Übergabeprotokoll ohne gründliche Übernahme der Yacht.

Wenn Sie unüberlegt die Mangelfreiheit des Bootes oder der Yacht schriftlich bestätigen, wird es in einem späteren Streit deutlich schwieriger die Mängel des Bootes oder der Yacht nachzuweisen.

Das leidige Thema “Mängel am Boot”

Leider wurde uns, in der langjährigen Zusammenarbeit mit unseren Kunden, so einige Male von ihnen berichtet, dass der Traum von der eigenen Yacht kurz nach der Unterzeichnung des Kaufvertrages und Zahlung des Kaufpreises zum Albtraum wurde und die eben noch gelebte Vorfreude sich in Bitterkeit umwandelte.

Häufige Ursachen waren hierbei der Grund:

  • Verdeckte Mängel, die nur der geübte Sachverständige erkannt hätte
  • Maschinenschäden
  • Schäden an der sonstigen Technik
  • Osmoseschäden
  • usw.

Sofern Sie Mängel an dem gekauften Boot oder der Yacht erkennen, sollten Sie den Verkäufer immer möglichst schnell darauf hinweisen, dass diesem die Möglichkeit gegeben wird, den Mangel zu beheben.

Wenn Sie das Boot oder die Yacht als Verbraucher von einem Unternehmer gekauft haben, es sich also um einen sog. Verbrauchsgüterkauf handelt, dann können Sie sich innerhalb des ersten halben Jahres nach Kauf des Bootes oder der Yacht auf § 476 BGB berufen. Danach gilt eine gekaufte Sache als mangelhaft, wenn sich innerhalb der ersten sechs Monate nach Übergabe des Bootes ein Mangel zeigt.

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Sind Sie auf den Geschmack gekommen und wollen nun nach einem Boot oder einer Yacht schauen?

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